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Kunden-Workshop mit Folgen

Der Kunden-Workshop unserer Musterfirma, der Haarkosmetik GmbH, läuft gut; die Folgeaufträge scheinen so gut wie sicher. Der Vertriebsleiter Klaus F. lädt die Workshop-Teilnehmer zu einem kleinen Imbiss im Besprechungsraum ein. Gleich danach wird er die Präsentation fortsetzen, weil er noch einige Besonderheiten seines Produkts auf Lager hat.
Doch zur Fortsetzung der Präsentation kommt es nicht. Das Notebook von Klaus F. ist nach dem Imbiss verschwunden.
Leider handelt es sich nicht um einen schlechten Scherz unter Kollegen, sondern um einen Notebook-Diebstahl, wie sich bald zeigt. Die Kunden sind natürlich nicht besonders begeistert, als sie erfahren, dass mit dem Notebook alle Daten verschwunden sind, die während des Workshops gleich eingetippt wurden.
Nachdem sich Klaus F. etwas beruhigt hat, überlegt er, wie nun aus dieser misslichen Lage wieder herauskommt. Schließlich muss nicht nur das Notebook als Gerät ersetzt werden, was einige Tage dauern kann.
Die Workshop-Ergebnisse und viele Firmengeheimnisse sind weg, und was noch schlimmer ist: seine komplette Kundendatenbank mit umfangreichen Gesundheitsdaten zur Kopfhaut der Kunden auch. Die Datenbank gibt es zwar auch im Netzwerk, aber er hatte keine Verschlüsselung aktiviert. Schließlich war er doch im eigenen Firmengebäude und nicht im Hotel oder auf Reisen.

Eine Festplattenverschlüsselung schützt die gespeicherten Informationen auf dem Laptop.

Die Notebook-Sicherheit muss immer stimmen, nicht nur unterwegs.
Die Kosten für den Ersatz des Business-Notebooks sind verschwindend gering gegenüber den Folgekosten durch die Störungen im Betriebsablauf, durch den Datenverlust und durch das angekratzte Firmen-Image. Zusätzlich hat die Haarkosmetik GmbH alle Kunden darüber zu informieren, dass ihre Daten abhanden gekommen sind.
Untersuchungen des Ponemon-Instituts gehen von umgerechnet über 35.000 Euro Schaden durch den Verlust eines einzigen Notebooks aus. Bemerkenswert ist, dass selbst verschlüsselte Notebooks im Fall eines Diebstahls zu einem massiven Schaden führen, der zwar geringer ist als bei fehlender Verschlüsselung, aber immer noch 27.000 Euro im Durchschnitt beträgt.
Das kann unter anderem daran liegen, dass die Daten zwar verschlüsselt wurden, aber keine Sicherungskopie angelegt wurde.
Wie eine aktuelle Studie von IDC zeigt, lässt sich das Risiko für einen Notebook-Diebstahl um 43 Prozent senken, wenn passende Sicherheitsstrategien implementiert wurden. Dazu gehört mehr als Verschlüsselung, Virenschutz und Sicherheitskopien für die Notebooks.

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